Aleia Iacta Est, Glückstein-Park Mannheim

Aleia Iacta Est, Glückstein-Park Mannheim

betreuende Professorin: Anette Rudolph-Cleff

In Zusammenarbeit mit: Max Seipel
Eingang_MAnnheim
 

Der Glückstein-Park liegt im Mannheimer Stadtteil Lindenhof, welcher durch städtebauliche Maßnahmen neue Qualitäten erhält. Die direkte Lage am Hauptbahnhof, die sehr gute Anbindung der Straßenbahn und der Nähe zum Rhein charakterisieren den Standort Glückstein-Park.
Auf die exklusive Lage reagiert das neue Konzept mit Bezugnahme der bestehenden städtebaulichen Strukturen Mannheims. Die strenge quadratische Blockrandbebauung wird in einzelne Solitäre aufgelockert und verschoben [Abb. 2], jedoch bleibt der Schein einer Straßenflucht erhalten. Die Formfindung der Volumen der Baukörper wurde maßgeblich von der quadratischen Mannheimer Blockrandbebauung beeinflusst. Die Volumen öffnen sich im gewerblich genutzten Erdgeschoss zur belebten Straßenseite und interagieren nicht nur mit der Straße, den gestalteten Plätzen und den gegenüberliegenden Gebäudekomplexen, sondern teilweise auch mit dem grünen Glückstein-Park im Süd-Westen. Die oberen Etagen beherbergen reine Wohnnutzung, welche den Anspruch des gehobenen Standards erfüllt. Die Wohnungen orientieren sich zum Park und grenzen sich zur belebten Straßenseite durch funktional genutzte Räume ab. Die Freiraumgestaltung auf den zu bespielenden Grundstücken ist durch die Anordnung der Volumen klar in öffentliche und private Bereiche gegliedert. Die öffentlichen Bereiche gliedern sich an die Zugänge zum Park. Die privaten Bereiche hingegen grenzen sich zum einen durch einen mit Wasser gefüllten Graben [Abb. 1] zum Park ab, richten sich jedoch mit der Ausrichtung zum Park und interagieren mit diesem im direkten Blickkontakt. Um die strenge Geste der Abgrenzung mit einem Graben ein wenig aufzulockern, sind die Zugänge zum Park mit Brücken geplant. [Abb. 7] Die neuen Anforderungen an das Gebiet erfordern die Schaffung von Parkmöglichkeiten. Dabei wird der überbaute Bereich mit einer öffentliche Tiefgarage mit 200 Parkmöglichkeiten.
Die klare Wegeführung des Parks ist die Anlehnung an das strenge Raster Mannheims, das im Gegensatz zu den verschobenen Stadtvillen steht. Um den Raum der Erschließung zu definieren, werden die Wege durch Bäume eingefasst. Im Zentrum des Parks befinden sich öffentlich genutzte Freiflächen, eine Liegewiese mit aufgeschütteten Liegehügeln [Abb. 9]und einem Spiel- und Sportplatz. Durch diese Maßnahmen hebt sich in dem Stadtteil Lindenhof die Qualität für Wohnen, Leben, Arbeiten, Einkaufen und Erholung. Dabei wird das Glückstein-Quartier zu einem neuen Anziehungspunkt für junge Leute und Familien. So wird die gegebene Stadtstruktur Mannheims in allen Teilen des Konzeptes berücksichtigt.

Schnitt Mannheim

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